{"id":61140,"date":"2020-06-08T08:42:05","date_gmt":"2020-06-08T06:42:05","guid":{"rendered":"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/?p=61140"},"modified":"2020-10-07T14:09:29","modified_gmt":"2020-10-07T12:09:29","slug":"qbound-7-fragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/en\/61140\/qbound-7-fragen\/","title":{"rendered":"Qbound: \u201eNever Trust, Always Verify\u201c"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>In immer mehr deutschen Unternehmen steigt der Grad der Digitalisierung, doch damit werden sie auch zur Zielscheibe von Cyberkriminellen. Eine einfache Firewall reicht da schon l\u00e4ngst nicht mehr aus, um die wertvollen Unternehmens-Assets zu sch\u00fctzen. Andr\u00e9 Schweizer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Gr\u00fcnder von Qbound, erkl\u00e4rt im Interview, wie moderne Cybersecurity aussieht und wie sich sein Security-Startup schl\u00e4gt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Munich Startup:<\/em><\/strong><strong> Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Andr\u00e9 Schweizer, Qbound:<\/em> Mein Name ist Andr\u00e9 Schweizer, ich bin einer der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Gr\u00fcnder von Qbound. Zusammen mit Artur R\u00f6sch und Sven Radszuwill haben wir uns vor ca. zwei Jahren entschieden, eine Idee im Bereich Cybersecurity voranzutreiben. Wir haben festgestellt, dass auf der einen Seite die Vernetzung unserer Gesellschaft stetig zunimmt \u2013 Experten gehen von bis zu 75 Milliarden IoT-Ger\u00e4ten im Jahr 2025 aus, auf der anderen Seite aber auch die Cyberkriminalit\u00e4t rasant ansteigt \u2013 hier geht man von eine Anstieg um 300 Prozent in den n\u00e4chsten 5 Jahren aus. Deshalb helfen wir von Qbound Unternehmen, <a href=\"\/en\/ecosystem\/map\/qbound\/\">sich gegen Cyberangriffe zu sch\u00fctzen<\/a> und Ihre wichtigsten Ressourcen \u2013 Applikationen, Daten und (IoT) Ger\u00e4te \u2013 feingranular abzusichern. Daf\u00fcr haben wir eine All-in-One-Zero-Trust-Access-Management-L\u00f6sung entwickelt, die das Management der Zugriffe sicherer und einfacher zugleich macht. <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Munich Startup: <\/em><\/strong><strong>Welches Problem l\u00f6st Euer Startup?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Andr\u00e9 Schweizer,\nQbound:<\/em> Wie eingangs schon erw\u00e4hnt, steigt die\nAnzahl der Cyberangriffe signifikant an. Dabei nutzen professionelle Hacker\ninnovativste Arten von Angriffen \u2013 z.B. mittels k\u00fcnstlicher Intelligenz -, um\nIntellectual Property zu stehlen oder den Gesch\u00e4ftsbetrieb lahmzulegen. Das\nProblem: Heute wird immer noch versucht, hybride IT-Infrastrukturen \u2013 bestehend\naus Cloud, IoT und On-Premise \u2013 mit eher veralteten Konzepten zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Firewall wird zu Schweizer K\u00e4se<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir nutzen gerne eine bildhafte Analogie, um das Problem darzustellen:\nFr\u00fcher wurden Mauern um St\u00e4dte gebaut, um diese zu sichern. Um in eine Stadt zu\ngelangen, existierten Stadttore, an denen nur Berechtigten der Zugang gew\u00e4hrt\nwurde. In der Analogie stehen St\u00e4dte f\u00fcr Organisationen und Mauern f\u00fcr\nFirewalls, die eine strikte Trennung von internen und externen Netzwerken\nerm\u00f6glichen. Die Stadttore repr\u00e4sentieren VPN-Verbindungen, die Zugang in das\ninterne Netzwerk erlauben. Schaffte es ein Betr\u00fcger bspw. durch eine falsche\nIdentit\u00e4t, ein trojanisches Pferd oder einen Tunnel in die Stadt, so konnte er\nsich dort relativ frei bewegen und sein Unwesen in der gesamten Stadt treiben.\nAnalog verh\u00e4lt es sich, wenn sich ein Angreifer Zugang in ein klassisch\ngesichertes IT-Netzwerk verschafft: Er hat Zugriff auf gro\u00dfe Teile des\ngesamten, internen, kritischen Netzwerks und kann s\u00e4mtliche\nNetzwerkkommunikation und IT-Systeme identifizieren, manipulieren und\nsch\u00e4digen. Einmal im internen Netzwerk (hinter der Firewall) stehen Nutzern und\ndamit auch Angreifern nahezu alle Ressourcen offen. Noch komplexer wird die\nSituation, wenn zur Integration externer Dienste und Smartphones\/Notebooks,\netc. eine Vielzahl von Schnittstellen eingerichtet werden m\u00fcssen. Dadurch\n\u00e4hnelt die Firewall (Stadtmauer) zunehmend einem l\u00f6chrigen Schweizerk\u00e4se.<\/p>\n\n\n\n<p>In der \u201cechten Welt\u201d haben wir Stadtmauern gegen intelligente Alarmanlagen an den einzelnen H\u00e4usern getauscht. <a href=\"https:\/\/www.qbound.io\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Genau diesen Schritt erm\u00f6glichen wir mit unserer L\u00f6sung in der \u201cdigitalen Welt\u201d (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Genau diesen Schritt erm\u00f6glichen wir mit unserer L\u00f6sung in der \u201cdigitalen Welt\u201d<\/a>. Wir stellen sicher, dass nur berechtigte Personen und Ger\u00e4te zur richtigen Zeit und aus den richtigen Gr\u00fcnden auf sichere Weise auf die richtigen Ressourcen zugreifen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Security-Ansatz von Qbound<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong><em>Munich\nStartup: <\/em><\/strong><strong>Aber das gibt\u2019s doch schon l\u00e4ngst!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Andr\u00e9 Schweizer, Qbound:<\/em> Tats\u00e4chlich bewegen sich immer mehr Anbieter in Richtung Zero-Trust.\nEinerseits erh\u00f6ht dies nat\u00fcrlich den Wettbewerb, andererseits aber auch das\nBewusstsein von Unternehmen und Entscheidungstr\u00e4gern, dass die\nZero-Trust-Konzepte wirklich der richtige Weg sind. Wir arbeiten schon seit\ngeraumer Zeit an einer solchen L\u00f6sung und haben vor allem an der Schnittstelle\nvon IT und IoT sowie im Cloud-Bereich\neinen innovativen Security-Ansatz und einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet. Mit unserer\nL\u00f6sung bieten wir eine feingranulare Administration von sicheren Zugriffen auf\neinzelne IT-Komponenten, welche letztlich 3 entscheidende Vorteil bietet:<\/p>\n\n\n\n<p>1) Never Trust, Always Verify \u2013 Benutzer m\u00fcssen sich\nimmer zuerst authentifizieren, bevor sie auf einen\nDienst oder ein Ger\u00e4t zugreifen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>2)\nMikrosegmentierung auf Prozessebene \u2013 jede Anwendung und jedes (IoT-)Ger\u00e4t wird\nindividuell gesch\u00fctzt und die Kommunikation wird pro Prozess individuell\ngesteuert. <\/p>\n\n\n\n<p>3)\nFeingranularer Zugriff und Prinzip der geringsten Privilegien \u2013 dynamische\nZugriffsrichtlinien, die Echtzeit-Kontextdaten einbeziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese\nVorteile bedeuten, dass wir nicht nur auf technologischer Seite einen\ninnovativen Vorsprung machen, sondern auch eine L\u00f6sung bieten, die h\u00f6chste\nSicherheit mit gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Benutzerfreundlichkeit kombiniert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eFehler zu machen ist Teil der Gr\u00fcnderkultur\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p><strong><em>Munich\nStartup: <\/em><\/strong><strong>Gab es bereits einen Punkt, an dem Ihr beinahe gescheitert seid?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Andr\u00e9 Schweizer, Qbound:<\/em> Ich glaube diese Punkte gibt es immer wieder \u2013 mal fallen sie gr\u00f6\u00dfer\naus, mal kleiner. Das kann beispielsweise in der Softwareentwicklung passieren,\nwenn sich ein innovativer Bestandteil einer Idee nicht 1:1 so umsetzen l\u00e4sst,\nwie man sich das vorstellt, das kann aber auch in der Akquise oder Bewerbung um\nF\u00f6rderprogramme auftreten, wenn man eine gerade ben\u00f6tigte Unterst\u00fctzung nicht\nbekommt \u2013 um hier mal nur beispielhaft zwei Aspekte aufzuzeigen. Aber das ist\nja auch ein wichtiger Bestandteil der Gr\u00fcnderkultur, also so fr\u00fch wie m\u00f6glich\nund so oft wie m\u00f6glich \u201eFehler\u201c zu machen. Das Entscheidende ist dann, die\nentsprechenden Lehren daraus zu ziehen. So kann man sich schnell\nweiterentwickeln und letztendlich ein optimal an den Kundenbed\u00fcrfnissen\nausgerichtetes Produkt entwickeln. <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Munich Startup: <\/em><\/strong><strong>Wie laufen die Gesch\u00e4fte?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Andr\u00e9\nSchweizer, Qbound:<\/em> Nat\u00fcrlich werden auch\nunsere Projekte durch die Corona-Pandemie in gewissen Bereichen in ihrer\nGeschwindigkeit verlangsamt und wir haben mit finanziellen Einbu\u00dfen\nklarzukommen, nichtsdestotrotz sehen wir da aber auch gute Fortschritte. So\narbeiten wir seit Oktober 2019 mit dem niederl\u00e4ndischen Plattformbetreiber f\u00fcr\nadditive Fertigung Beamler BV in einem Pilotprojekt zusammen. Dar\u00fcber hinaus arbeiten\nwir in einem Pilotprojekt mit einem gro\u00dfen Hersteller von LKW- und Zugsystemen\n(Knorr-Bremse) und f\u00fchren gemeinsam mit den Stadtwerken Wunsiedel, mobitherm, VK\nEnergie und der Universit\u00e4t Bayreuth ein Forschungsprojekt zu Zero-Trust-L\u00f6sungen\nim Bereich der kritischen Infrastruktur durch. Auch hinsichtlich weiterer\nAkquise und Finanzierung blicken wir zuversichtlich in die Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eM\u00fcnchen ist eine Modellregion\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p><strong><em>Munich\nStartup: <\/em><\/strong><strong>Wie sch\u00e4tzt Ihr den Startup-Standort M\u00fcnchen ein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Andr\u00e9 Schweizer, Qbound:<\/em> Wir haben uns zu Beginn unserer Gr\u00fcndung bewusst um verschiedene\nInkubator-Programme bem\u00fcht, die uns dann nach M\u00fcnchen brachten. Ich denke,\nM\u00fcnchen steht da als Modellregion f\u00fcr viele sich im Aufbau befindlichen\nGr\u00fcnderzentren. Au\u00dferdem ist M\u00fcnchen einer der deutschen Gr\u00fcnder-Hotspots, was\nebenfalls f\u00fcr die schon bestehende Community hier spricht. Das hilft einfach,\nimmer in Austausch mit anderen Startups zu stehen und die M\u00f6glichkeit zu haben,\nsich ein breites Netzwerk aufzubauen \u2013 auch bzgl. Unternehmenskontakte und\nInvestoren. Wir sind jedenfalls froh, Teil der M\u00fcnchen Startup-Kultur zu sein\nund sie auch in gewissem Ma\u00dfe mitgestalten zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Munich\nStartup: <\/em><\/strong><strong>Apple oder Android?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Andr\u00e9 Schweizer, Qbound:<\/em> Beide Bereiche sind f\u00fcr uns von entscheidender Bedeutung, da\nwir im Bereich unseres Mobil-Client m\u00f6glichst viele Nutzer und Ger\u00e4te abdecken\nm\u00f6chten. Auch bei uns im Unternehmen kommen tats\u00e4chlich beide Welten zum\nEinsatz.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In immer mehr deutschen Unternehmen steigt der Grad der Digitalisierung, doch damit werden sie auch zur Zielscheibe von Cyberkriminellen. Eine einfache Firewall reicht da schon l\u00e4ngst nicht mehr aus, um die wertvollen Unternehmens-Assets zu sch\u00fctzen. 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