{"id":52655,"date":"2019-09-15T09:05:48","date_gmt":"2019-09-15T07:05:48","guid":{"rendered":"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/?p=52655"},"modified":"2019-09-16T16:46:37","modified_gmt":"2019-09-16T14:46:37","slug":"startups-und-die-gesundheit-von-morgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/en\/52655\/startups-und-die-gesundheit-von-morgen\/","title":{"rendered":"Startups und die Gesundheit von morgen"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\">\n<p><strong>Es bewegt sich etwas in Deutschlands Gesundheitssystem. Kostendruck, neue Technologien und Gesch\u00e4ftsmodelle bringen bestehende Strukturen ins Wanken. Smartphones werden zu Medical Devices, mit denen Nutzer sich intensiver mit ihrer Genesung befassen k\u00f6nnen: Patienten k\u00f6nnen sich aktiver in ihre Therapie einbringen. Neu entstehende Gesch\u00e4ftsmodelle \u00e4ndern gleichzeitig die Machtverh\u00e4ltnisse zwischen Pharma-Riesen, Kassen und Patienten. Startups gestalten diesen Wandel wesentlich mit. &#8212; Der Beitrag erschien erstmals im Baystartup-Magazin <\/strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.baystartup.de\/baystartup\/magazin-startupdate.html\" target=\"_blank\"><strong>Startupdate 03\/2019<\/strong><\/a><strong>. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den\nn\u00e4chsten Jahren k\u00f6nnte eine rapide Entwicklung in der Versorgung einsetzen. Versorgungswege\nwerden effektiver und vernetzter, gleichzeitig \u00fcbernehmen Patienten und Patientinnen\nimmer mehr die Kontrolle \u00fcber ihre eigene Gesundheit. Auch der Gesetzgeber\nfordert inzwischen aktiv digitale L\u00f6sungen: Bis 2021 soll die elektronische\nGesundheitsakte kommen, und wir werden noch die Einf\u00fchrung des elektronischen\nRezepts erleben. Dass vor knapp einem Jahr die digitale Fernbehandlung\nliberalisiert wurde, erleichtert neue Konzepte in der Telemedizin. Wichtige\nEckpfeiler wie moderne Praxissoftware und eine elektronische Patientenakte\nm\u00fcssen noch fl\u00e4chendeckend adaptiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Neue Wege, die Startups hier gehen und die wir in den letzten Jahren im Baystartup-Portfolio sehen, fokussieren sich dabei vor allem auf vier Themenbereiche:<\/p>\n\n\n\n<p>1. E-Health <br> <br>2. Prozessoptimierung <br>  <br>3. Diagnostik <br> <br>4. Tools f\u00fcr Unternehmen aus Med- und Biotech <\/p>\n\n\n\n<p>Startups entwickeln hier seit Jahren spannende L\u00f6sungen. Sie reichen von Therapieassistenten \u00fcber Medikamentenentwicklung, Konzepten f\u00fcr eine bessere medizinische Versorgung oder Analyse-Dienste, die in unsere individuelle DNA schauen bis hin zu lebensverl\u00e4ngernden Therapien. Bisher sind sie mit ihren Ans\u00e4tzen aber h\u00e4ufig an den H\u00fcrden gescheitert, mit denen gerade junge Unternehmen am Gesundheitsmarkt zu k\u00e4mpfen haben: Kassen k\u00f6nnen ihre Angebote nicht verschreiben, der Zugriff auf ausreichend (Start-)Kapital ist nicht immer gegeben, Zertifizierungen und Dokumentationspflichten binden enorme personelle und finanzielle Ressourcen \u2013 und manchmal fehlt auch schlicht das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Digitales und neue Technologien bei Playern und potentiellen Kunden im Markt. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"530\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/team-1-e1495446007181-1200x530.jpg\" alt=\"Temedica team\" class=\"wp-image-23793\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/team-1-e1495446007181-1200x530.jpg 1200w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/team-1-e1495446007181-600x265.jpg 600w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/team-1-e1495446007181-768x339.jpg 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/team-1-e1495446007181-880x389.jpg 880w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/team-1-e1495446007181-440x194.jpg 440w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/team-1-e1495446007181.jpg 1342w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>Das Team von Temedica.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eF\u00fcr uns war es vor allem zu Beginn, vor drei Jahren, eine gro\u00dfe Herausforderung, gegen B\u00fcrokratie und Regulatorik zu bestehen. Vieles war damals noch gar nicht auf digitale Produkte oder Prozesse anwendbar. Wir mussten sehr viel \u00dcberzeugungsarbeit leisten und diejenigen im Gesundheitssystem finden, die bereit waren, einem jungen motivierten Team mit neuen Ideen Vertrauensvorschuss zu gew\u00e4hren\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>sagt <strong><a href=\"\/en\/51671\/gloria-seibert-interview\/\">Gloria Seibert<\/a><\/strong>, Gr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von <a href=\"\/en\/ecosystem\/temedica\/\">Temedica<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eOb Online-Sprechstunde oder automatisiertes Labor f\u00fcr schnellere, zuverl\u00e4ssigere Krebsdiagnosen: die Gesundheitsbranche beginnt zu erfassen, welche M\u00f6glichkeiten die Digitalisierung f\u00fcr den Patienten bringen kann\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>sagt <a href=\"\/en\/44390\/portraet-inveox-pathologie\/\">Inveox<\/a>-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin <strong>Maria Sievert<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eF\u00fcr uns ist das genau der richtige erste Schritt in Richtung optimierter und personalisierter Versorgung der Zukunft, zum Wohl des Patienten\u201c.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/inveox-Maria-Driesel-Dominik-Sievert-2-c-Astrid-Eckert-1200x800.jpg\" alt=\"Die Inveox-Gr\u00fcnder Maria und Dominik Sievert (Foto: Astrid Eckert \/ TU Muenchen)\" class=\"wp-image-44395\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/inveox-Maria-Driesel-Dominik-Sievert-2-c-Astrid-Eckert-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/inveox-Maria-Driesel-Dominik-Sievert-2-c-Astrid-Eckert-600x400.jpg 600w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/inveox-Maria-Driesel-Dominik-Sievert-2-c-Astrid-Eckert-768x512.jpg 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/inveox-Maria-Driesel-Dominik-Sievert-2-c-Astrid-Eckert-880x587.jpg 880w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/inveox-Maria-Driesel-Dominik-Sievert-2-c-Astrid-Eckert-440x293.jpg 440w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/inveox-Maria-Driesel-Dominik-Sievert-2-c-Astrid-Eckert.jpg 1620w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>Die Inveox-Gr\u00fcnder Maria und Dominik Sievert. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Alle Player \u2013 nicht nur Startups \u2013 m\u00fcssen dabei im Hinblick auf ihre Zukunftsf\u00e4higkeit unbedingt vermeiden, dass ihre Innovationen nicht zu Insell\u00f6sungen werden. Neben Interdisziplinarit\u00e4t sei laut Sievert daher auch Interoperabilit\u00e4t eine der gro\u00dfen Anforderungen an Neu- und Weiterentwicklungen. Viele digitale L\u00f6sungen von Startups sind mittlerweile so reif, dass sie auch die besonderen Voraussetzungen des Gesundheitswesens bedienen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Trendthema E-Health<\/h2>\n\n\n\n<p>Kurz zusammengefasst werden rein digitale L\u00f6sungsans\u00e4tze von Startups h\u00e4ufig unter den Stichworten \u201e<a href=\"\/en\/42145\/digital-health\/\">Digital Health<\/a>\u201c oder \u201eE-Health\u201c. Im Vordergrund stehen Anwendungen, die Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten unterst\u00fctzen und dabei die M\u00f6glichkeiten nutzen, die moderne Informations- und Kommunikationstechnologien bieten. Die Kommunikation untereinander, aber auch die Unterst\u00fctzung bei der Vorsorge, Diagnose und bei Therapien stehen im Fokus. Ein wichtiges Puzzlest\u00fcck im Kontext Digital Health sind digitale Therapieassistenten, die verschiedene Bereiche und Akteure im Gesundheitswesen miteinander verkn\u00fcpfen. Bei vielen von ihnen sind die Gesch\u00e4ftsmodelle ohne eine intelligente Nutzung von Big Data oder K\u00fcnstlicher Intelligenz nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"\/en\/ecosystem\/neolexon-ug-haftungsbeschraenkt\/\">Neolexon<\/a> aus dem <a href=\"\/en\/ecosystem\/werk1muenchen\/\">Werk1<\/a> in M\u00fcnchen entwickelt mit Hilfe von digitalem Training via Tablet ein Therapiesystem, das Menschen mit Sprachst\u00f6rung nach Hirnsch\u00e4digung eine individuelle Therapie erm\u00f6glicht. Mit einer App f\u00fcr Therapeuten kann die Therapie organisiert, durchgef\u00fchrt und angepasst werden. Eine App f\u00fcr Patienten erm\u00f6glicht das selbstst\u00e4ndige Training zu Hause. Es wird vom behandelnden Sprachtherapeuten individuell f\u00fcr jeden Patienten angepasst \u2013 etwas, das bislang in der Praxis kaum m\u00f6glich war, da meist nur ein begrenzter Wortschatz in Form von Fotokarten aus Papier zur Verf\u00fcgung stand. Durch die Neolexon-Datenbank kann der Therapeut auf 7.800 W\u00f6rter und 1.200 S\u00e4tze und die dazu geh\u00f6rigen Fotos zugreifen. So \u00fcbt der Patient gezielt die W\u00f6rter, die er im Alltag ben\u00f6tigt und die f\u00fcr seine spezifische Sprachst\u00f6rung passend sind.<\/p>\n\n\n\n<p>8sense, ein Unternehmen aus dem Digitalen Gr\u00fcnderzentrum in Rosenheim, entwickelt eine Plattform virtueller Coaching-Systeme, die bei der Bek\u00e4mpfung von R\u00fcckenleiden helfen. Die L\u00f6sung, bestehend aus einem Sensor zum Anstecken am Kragen und einer mobile App, will Menschen bef\u00e4higen, ihre Haltung und die Bewegung ihres R\u00fcckens und damit die Ursachen ihrer R\u00fcckenleiden besser zu verstehen. Haptisches Feedback eines Sensors, visuelle Darstellung, kombiniert mit interaktiven \u00dcbungen, motivieren den Nutzer eine gesunde R\u00fcckenhaltung einzunehmen. Im Alltag gibt der 8sense-Clip direktes Feedback durch sanfte Vibrationsmuster bei einer zu langen starren Haltung und hilft dem Tr\u00e4ger, seine Position zu \u00e4ndern und somit dynamischer zu sitzen. Der Coach visualisiert das Alltagsverhalten und will Verhaltens\u00e4nderungen ansto\u00dfen. Im Gegensatz zu anderen Apps lernt der Coach nicht nur aus dem subjektiven Feedback des Users. Er ber\u00fccksichtigt zus\u00e4tzlich die Trainings- und Alltagserfassung durch den 8sense-Clip, das Verhalten aller anderen Nutzer und lernt aus Eingaben von Experten f\u00fcr individualisierte Trainingspl\u00e4ne.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"513\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VisionHealth_Team_Kern-e1553790317940-1200x513.jpg\" alt=\"VisionHealth\" class=\"wp-image-46570\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VisionHealth_Team_Kern-e1553790317940-1200x514.jpg 1200w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VisionHealth_Team_Kern-e1553790317940-600x257.jpg 600w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VisionHealth_Team_Kern-e1553790317940-768x328.jpg 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VisionHealth_Team_Kern-e1553790317940-880x376.jpg 880w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VisionHealth_Team_Kern-e1553790317940-440x188.jpg 440w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VisionHealth_Team_Kern-e1553790317940-700x300.jpg 700w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VisionHealth_Team_Kern-e1553790317940-476x204.jpg 476w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/VisionHealth_Team_Kern-e1553790317940.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>Das Visionhealth-Team. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><a href=\"\/en\/46528\/7-fragen-vision-health\/\">Visionhealth<\/a> bietet digitale Therapief\u00f6rderung f\u00fcr Patienten mit Atemwegserkrankungen. Unter der Marke Kata wird eine breite digitale Plattform f\u00fcr Betroffene geschaffen. Im ersten Schritt hat VisionHealth eine intelligente App f\u00fcr Patienten entwickelt, um allein mit dem Smartphone der Patienten die Effektivit\u00e4t von Inhalationen zu steigern: Kata eliminiert Fehler in der Handhabung von Inhalatoren durch automatisiertes Inhalationstraining und sofortiges Feedback an die Patienten. Mithilfe eines Algorithmus erkennt die App das Inhalationsman\u00f6ver, bewertet die Effektivit\u00e4t und kann etwaige Fehler korrigieren, ohne dass ein medizinischer Experte vor Ort oder per Ferndiagnose unterst\u00fctzen muss. Dazu bedient sich VisionHealth Technologien wie K\u00fcnstlicher Intelligenz, Augmented Reality, Machine Learning und Computer Vision. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"\/en\/23064\/temedica-7-fragen\/\">Temedica <\/a>entwickelt digitale L\u00f6sungen, die Patienten \u00fcber ihren Heilungsprozess begleiten und unterst\u00fctzen, zum Beispiel bei der Patientenversorgung im Therapie- und Pr\u00e4ventionsbereich. \u00c4rzte und Therapeuten k\u00f6nnen Therapieinhalte verordnen und anpassen sowie Fortschritte \u00fcberpr\u00fcfen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDas Besondere an Temedica ist, dass wir nicht nur einen digitalen Begleiter f\u00fcr eine spezifische Erkrankung anbieten\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>erkl\u00e4rt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin <strong>Gloria Seibert<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eVielmehr entwickeln wir auf Basis unserer bestehenden Produkte ma\u00dfgeschneiderte digitale L\u00f6sungen f\u00fcr verschiedene medizinische Indikationen. Somit erreichen wir eine gro\u00dfe Breite von Patienten mit vielen unterschiedlichen Erkrankungen.\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Machine Learning erm\u00f6glicht hier die langfristige medizinische Betreuung von Patienten. Dass der Bedarf f\u00fcr diese Konzepte da ist, zeigt sich auch dadurch, dass die Temedica-Produkte mittlerweile von vielen Krankenkassen erstattet werden, zum Teil ist das 2016 gegr\u00fcndete Unternehmen sogar direkt an die Systeme der Kassen angebunden. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Apps, die den Patienten m\u00fcndiger machen<\/h2>\n\n\n\n<p>Dieser Prozess steht <a href=\"https:\/\/m-sense.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"M-sense (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">M-sense<\/a> noch bevor. Das Startup zielt mit seiner App darauf ab, Patienten noch st\u00e4rker in den Therapieverlauf mit einzubeziehen. M-sense hilft Menschen mit Migr\u00e4ne oder Spannungskopfschmerzen, die Anzahl ihrer Kopfschmerztage und des Medikamentengebrauchs zu reduzieren \u2013 um 30 bis 50\u2005Prozent. Die App M-sense erm\u00f6glicht es ihnen, ihre individuellen Ausl\u00f6ser zu analysieren und aktiv etwas gegen ihre Schmerzen zu unternehmen. M-sense war die erste Migr\u00e4ne- und Kopfschmerz-App, die in Deutschland als Medizinprodukt zertifiziert wurde, und ist bis heute das einzige Angebot, das neben Dokumentationsm\u00f6glichkeiten auch mehrere wirksame Therapiemethoden bereitstellt. Patienten k\u00f6nnen aus der App heraus einen Arztreport mit dem betreuenden Arzt teilen und durch den Medikamententracker eine angemessene Einnahme an Medikamenten erreichen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDadurch machen wir jeden Arztbesuch effizienter und unterst\u00fctzen durch eine grafisch aufbereitete Auswertung Behandlung sowie Diagnose\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer <strong>Florian Koerber<\/strong>. \u00dcber 220.000 Downloads sprechen f\u00fcr das Konzept. N\u00e4chstes Jahr wird aller Voraussicht nach das Digitale Versorgung-Gesetz in Kraft treten und die \u00e4rztliche Verschreibung von Angeboten wie dem von M-sense erm\u00f6glichen. Damit ist das Angebot dann nicht nur auf dem Gesundheitsmarkt zugelassen und erh\u00e4ltlich, sondern wird auch von den Krankenkassen erstattet. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prozessoptimierung f\u00fcr Gesundheitswesen und Industrie<\/h2>\n\n\n\n<p>Durch die Digitalisierung nimmt das Thema Prozessoptimierung immer mehr Raum ein. Das umfasst sowohl Verwaltungsprozesse im Gesundheitswesen, aber auch die Effizienzsteigerung von Abl\u00e4ufen zum Beispiel in Laboren im Zusammenspiel mit betreuenden \u00e4rztlichen Einrichtungen. Labore wollen Proben effizienter analysieren und mit einer genaueren Datenbasis ihre Analyseergebnisse an \u00c4rzte und Krankenh\u00e4user zur\u00fcckspielen. F\u00fcr diesen Bereich hat das Startup Inveox eine L\u00f6sung entwickelt. Die Vision des Unternehmens: eine zuverl\u00e4ssige und schnellere Krebsdiagnose durch ein vollautomatisiertes, vernetztes Labor von der Vorbereitung des entnommenen Gewebes bis hin zur Analyse des Gewebeschnitts auf dem Objekttr\u00e4ger. Der Ansatz verbindet eine Web-Plattform, intelligente Probenbeh\u00e4lter und einen Automaten, der mehrere Proben gleichzeitig verarbeiten kann und bisher manuelle und fehlerbehaftete Schritte im Labor ersetzt, speziell am Proben\u00adeingang. Arzt und Pathologe werden strukturiert und in Echtzeit automatisch \u00fcber den aktuellen Stand der Probe informiert \u2013 vom Versand bis hin zur Diagnose.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"1050\" height=\"573\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/image-Andere-e1535963034516.png\" alt=\"climedo gr\u00fcnder\" class=\"wp-image-39893\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/image-Andere-e1535963034516.png 1050w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/image-Andere-e1535963034516-600x327.png 600w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/image-Andere-e1535963034516-768x419.png 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/image-Andere-e1535963034516-880x480.png 880w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/image-Andere-e1535963034516-440x240.png 440w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><figcaption>Climedo<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><a href=\"\/en\/38743\/climedo-7-fragen\/\">Climedo<\/a> bietet einen digitalen Assistenten, um \u00c4rzte bei der sicheren und effizienten Durchf\u00fchrung von personalisierten Krebstherapien zu unterst\u00fctzen. W\u00e4hrend \u00fcber 50\u2005Prozent aller klinischen Studien aktuell noch auf Papier durchgef\u00fchrt werden, erm\u00f6glicht das Startup Fachleuten im Gesundheitswesen, \u00fcber seine Plattform klinische Studien schneller durchzuf\u00fchren und die Qualit\u00e4t und Zusammenarbeit von \u00c4rzten, Patienten und Industriepartnern zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>IT-Labs entwickelt die erste intelligente Versorgungsmanagementplattform\nf\u00fcr chronisch Kranke, die Mitarbeiter im Homecare- und Hilfsmittelmarkt \u00fcber\nSmartphone, Tablet und PC unterst\u00fctzt. Die Software erlaubt als Erste eine\nwirklich evidenzbasierte Ermittlung des Bedarfs an Produkten f\u00fcr den einzelnen\nPatienten. Anamnesedaten schr\u00e4nken die Auswahl an Produkten soweit ein, dass\nvom Benutzer der Software keine subjektive Entscheidung mehr n\u00f6tig ist. Das\nstellt eine optimale Versorgung des Patienten mit Produkten auf Basis wissenschaftlicher\nStandards sicher.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ganzheitliche Ans\u00e4tze<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie die Grenzen von Prozessoptimierung, Digital Health und klassischer Medizintechnik verschwimmen, zeigt sich deutlich am Beispiel von Mecuris. Das M\u00fcnchner Medizintechnik-Startup entwickelt eine Online-Plattform, auf der Orthop\u00e4dietechniker ohne CAD-Design-Kenntnisse patientenspezifische und CE-konforme Orthesen und Prothesen gestalten k\u00f6nnen. Gemeinsam mit dem Patienten k\u00f6nnen sie W\u00fcnsche bei Design, Farbe und Struktur verwirklichen. Kundenzufriedenheit und Akzeptanz der Versorgung steigen erheblich, Orthop\u00e4dietechniker sparen Zeit und Kosten. Digitalisierung und 3D-Druck erm\u00f6glichen hier nicht nur ein Mehr an Individualisierung, sondern auch eine bessere Vernetzung zwischen Orthop\u00e4dietechnikern und Hilfsmittelproduzenten. Die gesamte Prozesskette wird von Anfang an digitalisiert, damit entstehen dann auch neue Gesch\u00e4ftsmodelle. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"669\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Mercuris-e1487159108132-1200x669.jpg\" alt=\"Mecuris\" class=\"wp-image-19740\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Mercuris-e1487159108132-1200x669.jpg 1200w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Mercuris-e1487159108132-600x335.jpg 600w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Mercuris-e1487159108132-768x428.jpg 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Mercuris-e1487159108132-880x491.jpg 880w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Mercuris-e1487159108132-440x245.jpg 440w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Mercuris-e1487159108132.jpg 1485w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption>Das Team von Mecuris.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eAll das zusammengenommen f\u00fchrt dazu, dass der Druck auf die Branche steigt und die Orthop\u00e4dietechnik am Rande des digitalen Wandels steht\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>sagt <strong>Wolf-Peter Werner<\/strong>, CFO bei <a href=\"\/en\/19719\/mecuris-die-patienten-geben-uns-phaenomenales-feedback\/\">Mecuris<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDie M\u00f6glichkeiten, die uns Technologien wie industrieller 3D-Druck in der Gesundheitsbranche bieten, werden sich dabei rapide entwickeln, idealerweise hin zu mehr Lebensqualit\u00e4t und Lebensfreude f\u00fcr den Anwender.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Early-Adopter dieser M\u00f6glichkeiten k\u00f6nnten sich laut Werner damit einen wertvollen Vorsprung verschaffen. Die L\u00f6sungen von morgen machen Diagnosen genauer, schneller und effizienter<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eGerade deutsche Startups im Bereich Life Sciences zeichnen sich oft durch eine sehr wissenschaftlich fundierte Basis aus\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>sagt <strong>Christian Leikert<\/strong>, Partner bei Creathor Ventures und zust\u00e4ndig f\u00fcr Healthcare-Investments. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDas gilt f\u00fcr alle Bereiche, die gegenw\u00e4rtig im Fokus von Investoren sind: Gentherapie, Immunologische Ans\u00e4tze und viele andere mehr.\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Forschungslandschaft in Deutschland sei dabei auch im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt, meint <strong>Andreas Huber<\/strong> von <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Bayern Kapital (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/bayernkapital.de\/\" target=\"_blank\">Bayern Kapital<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eVerbesserungspotenzial gibt es dagegen noch bei der Umsetzung von Invention zur Innovation, wobei aber in den letzten Jahren hierzulande vermehrt Initiativen aller Art gestartet sind.\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Digitale Komponenten k\u00f6nnen zum Beispiel bei der Diagnostik, im Therapiebereich oder bei der Medikamentenentwicklung Anwendung finden. Hinter vielen dieser Ans\u00e4tze steht das Ziel, personalisierte L\u00f6sungen f\u00fcr die Patienten zu entwickeln, anstatt wie bislang einen One-size-fits-all-Ansatz zu verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>So geht <a href=\"\/en\/ecosystem\/plasmion-gmbh\/\">Plasmion<\/a> als junges Unternehmen weit \u00fcber einen reinen digitalen Ansatz hinaus. Das Startup bietet mit seiner patentierten SICRIT-Technologie eine Erweiterung f\u00fcr Laborger\u00e4te an. Sie verwandelt die Ger\u00e4te in eine \u201eelektronische Nase\u201c. Labore k\u00f6nnen damit Proben erstmals durch Davorhalten direkt messen und andere Analyseger\u00e4te frei kombinieren. Die Technik des Startups erm\u00f6glicht erstmals den vollst\u00e4ndig automatisierten Einsatz solcher Laborger\u00e4te als \u201eGeruchssensoren\u201c nicht nur in der medizinischen Diagnostik, sondern auch in der industriellen Prozesskontrolle oder der Sicherheitsindustrie (z.\u2005B. Sprengstoffe).<\/p>\n\n\n\n<p>Wellabe (ehem. <a href=\"\/en\/42266\/7-fragen-bodylabs\/\">Bodylabs<\/a>) hat ein mobiles Labor entwickelt, um Diagnostik zu den Menschen an ihren Arbeitsplatz zu bringen. In weniger als 20 Minuten werden \u00fcber 60 Gesundheitswerte gemessen und in der Wellabe-App ausgewertet. Mitarbeiter k\u00f6nnen in einem anschlie\u00dfendem Gespr\u00e4ch via Video-Konsultation mit einem Arzt ihren Gesundheitszustand besprechen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eAuf Basis dieser handfesten medizinischen Werte erhalten Nutzer nicht nur verst\u00e4ndliche Erkl\u00e4rungen der Messwerte in der App, sondern auch personalisierte Pr\u00e4ventionsprogramme\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>erkl\u00e4rt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer <strong>Michael Theodossiou<\/strong> von Wellabe.<\/p>\n\n\n\n<p>Numares aus Regensburg entwickelt in-vitro-diagnostische Testsysteme f\u00fcr die klinische Diagnostik. Damit kann zum Beispiel eine Vielzahl von Stoffwechselprodukten in Blut und Urin mittels einer Messung in k\u00fcrzester Zeit identifiziert und quantifiziert werden. Dieses simultane Abbild des Stoffwechsels erlaubt unter anderem die Vorhersage sich entwickelnder Krankheiten wie Atherosklerose, es ist aber auch in der pharmazeutischen Entwicklung von gro\u00dfer Bedeutung. Da die Methode sehr schnell ist, k\u00f6nnen erstmals gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung schnell und g\u00fcnstig untersucht werden. 2004 unter dem Namen Lipofit Analytic als Spin-off der Universit\u00e4t Regensburg gegr\u00fcndet, brachte dem Unternehmen 2013 der Gro\u00dfauftrag einer US-Laborkette den wirtschaftlichen Durchbruch. Weitere Indikationsgebiete werden erschlossen, zum Beispiel Onkologie oder Transplantation.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"\/en\/40381\/bayern-kapital-investiert-ithera-medical\/\">Ithera Medical<\/a>, eine 2010 gestartete Ausgr\u00fcndung des Helmholtz Zentrums M\u00fcnchen (HMGU), hat eine innovative bildgebende Technologie zur Diagnostik entwickelt. Sie wandelt Laserimpulse zu akustischen Signalen um, und diese zu dreidimensionalen Bildern. Neben der anatomischen Bildgebung liefert das Verfahren zudem funktionale sowie molekulare Informationen in Echtzeit. So lassen sich unter anderem Tumore und entz\u00fcndliche Erkrankungen einfach, pr\u00e4zise und ohne invasive Eingriffe erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"\/en\/ecosystem\/nanotemper-technologies-gmbh\/\">Nanotemper Technologies<\/a> erforscht, entwickelt und produziert biophysikalische Labormessger\u00e4te f\u00fcr die Grundlagenforschung und Wirkstoffentwicklung. Das Produktportfolio verf\u00fcgt dabei \u00fcber ein technologisches Alleinstellungsmerkmal: Es erm\u00f6glicht eine signifikante Zeitersparnis bei der Bestimmung biomolekularer Eigenschaften in Forschung und Entwicklung. So wird die durchschnittliche Testdauer von 144 Stunden auf nur 1,5 Stunden reduziert. Dar\u00fcber hinaus wird um den Faktor 40 weniger Material f\u00fcr die Tests ben\u00f6tigt. Pharma-Konzerne k\u00f6nnen mithilfe der Nanotemper-Technologie in einer fr\u00fchen Phase etwa drei Monate Entwicklungszeit einsparen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"\/en\/30361\/fuenf-millonen-euro-dynamic-biosensors\/\">Dynamic Biosensors<\/a>, Finalist im M\u00fcnchener Businessplan Wettbewerb 2010, ist im Bereich der Proteinanalytik unterwegs. Sein patentierte Analysesystem dient dazu, Medikamente auf ihre Wirksamkeit zu pr\u00fcfen. Es erlaubt z.B. Wirkstoffkandidaten f\u00fcr die Pharmaforschung zu entwickeln. Arzneimittelhersteller k\u00f6nnen schnell, gezielt und effizient medizinisch-pharmazeutische Wirkstoffe herstellen, Pharmaforscher finden heraus, ob ein neues Arzneimittel sein Ziel im K\u00f6rper finden wird und Krankheiten effizient bek\u00e4mpfen kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tools f\u00fcr die BioTech- und Pharma-Branche<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Beispiel von Dynamic Biosensors zeigt sich, dass bei Medizin und Gesundheit von morgen inhaltliche Grenzen zunehmend verschwimmen. Das 2012 gegr\u00fcndete Technologieunternehmen hat das Potenzial, mit seinem Ansatz eine neue medizinische Diagnostik zu erm\u00f6glichen. Gleichzeitig gibt es der Branche ein wichtiges Werkzeug an die Hand, um Innovationen im Medikamenten- und Wirkstoffbereich \u00fcberhaupt voranzutreiben. Genau das ist ein Bereich, in dem sich in den letzten Jahren weitere Teams aus dem Baystartup Netzwerk haben etablieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bicoll bietet pr\u00e4klinische Dienst- und Forschungsleistungen im Bereich Wirkstoffentwicklung aus Naturstoffen und im Bereich Medizinalchemie an. Das biopharmazeutische Unternehmen mit Sitz in Martinsried hat sich auf die Entdeckung neuer Wirkstoffe in Pflanzen spezialisiert, die durch eine starke medizinische Chemie gest\u00fctzt werden. Bicoll konzentriert sich dabei auf die Bereitstellung von L\u00f6sungen f\u00fcr Pharmazeutika, Kosmetika, Nutrazeutika (zum Beispiel Nahrungserg\u00e4nzungsmittel) und die Landwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Erfolgreich am Markt etabliert hat sich auch das 2008 gegr\u00fcndete Life Science-Unternehmen Chromotek, das Produkte f\u00fcr die biomedizinische und pharmazeutische Forschung entwickelt. Chromotek ist dabei als Zulieferer innovativer Technologien f\u00fcr die forschende Industrie an einer fr\u00fchen Stufe der pharmazeutischen Wertsch\u00f6pfungskette t\u00e4tig. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eWir statten Wissenschaftler auf der ganzen Welt mit innovativen Antik\u00f6rper-Werkzeugen aus, um ihre Forschung f\u00fcr den n\u00e4chsten Durchbruch zu beschleunigen. Sprichw\u00f6rtlich geben wir den Forschern bessere Schaufeln an die Hand, um schneller Gold zu sch\u00fcrfen\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>erkl\u00e4rt Chromotek-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin <strong>Marion Jung<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eUnsere auf bestimmte Anwendungen zugeschnittenen Technologien profitieren von besonderen Eigenschaften von Alpaka-Nano-Antik\u00f6rpern.\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Immunsystem von Alpakas und anderer kamelartiger Tiere stellt neben klassischen Antik\u00f6rpern auch sogenannte Nanobodies her. Sie sind besonders klein, einfach aufgebaut und sehr stabil. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eEin solcher Nano-Antik\u00f6rper ist wie ein Multi-Tool, das an andere Proteine, Nukleins\u00e4uren oder chemische Molek\u00fcle und Farbstoffe angekoppelt werden kann. Im Labor k\u00f6nnen wir sie gezielt genetisch anpassen oder mit besonderen Eigenschaften ausstatten.\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Neben Anwendungen f\u00fcr die Forschung bieten Nanobodies erhebliches Potenzial in der medizinischen Diagnostik und Therapie. Besonders f\u00fcr innovative Therapieformen in der Immunonkologie bringen sie Vorteile.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Finanzierungschancen\nf\u00fcr Startups <\/h2>\n\n\n\n<p>In den vergangenen Jahren hat sich laut <strong>Andreas Huber<\/strong>, Investment Manager bei Bayern Kapital, die Finanzierungssituation f\u00fcr Startups allgemein verbessert. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eVC-seitig ist heute mehr Geld im Markt als noch vor ein paar Jahren. Man sieht gr\u00f6\u00dfere Runden vor allem auf internationaler Ebene.\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfen Pharmakonzerne w\u00fcrden Innovationen oft nur zukaufen und sich auf sp\u00e4te klinische Phasen der Entwicklung und Vertrieb konzentrieren. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDamit ergibt sich eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr Startups.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eMomentan befindet sich viel Kapital in der Venture-Szene, attraktive Anlagem\u00f6glichkeiten sind begehrt\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>erkl\u00e4rt auch <strong>Peter Graf<\/strong> von der BayBG. Neben VCs seien auch Corporates und CVCs in diesem Segment immer st\u00e4rker unterwegs. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eAuch die gro\u00dfen Medizintechnik- und Pharma-Unternehmen engagieren sich regelm\u00e4\u00dfig bei Startups. Gleichzeitig sehen wir auch immer mehr Investoren, die keinen spezifischen Branchenhintergrund im Gesundheitswesen, Life Science oder Medizintechnik haben\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>so Graf. Als besonders aussichtsreich f\u00fcr Startups und Investments sch\u00e4tzen Experten aus dem Baystarteup Investoren-Netzwerk die Digitalisierung von Healthcare und Life Sciences ein \u2013 hier vor allem die Anwendung k\u00fcnstlicher Intelligenz. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eBei Creathor legen wir derzeit ein besonderes Augenmerk auf L\u00f6sungen, die digitale Komponenten enthalten, auch wenn es bislang noch nicht einfach ist, bew\u00e4hrte Gesch\u00e4ftsmodelle anzuwenden, da der Bereich erst in der Fr\u00fchphase steckt\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>sagt <strong>Christian Leikert<\/strong>. Da die Kapitalm\u00e4rkte von den gro\u00dfen Unternehmen im Gesundheitssektor digitale Strategien erwarten, gibt es hier viele Exit-Chancen. Da in Deutschland der Gesundheitsmarkt sehr stark von den Krankenkassen beeinflusst wird, haben hierzulande vor allem die L\u00f6sungen Chancen auf Kapital, die neben den Interessen von Patienten und Konsumenten auch auf die Interessen der Krankenkassen abzielen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eWenn ein Unternehmen es zum Beispiel schafft, den Austausch von Informationen zwischen \u00c4rzten, Patienten, Krankenkassen, Laboren usw. zu vereinfachen, sparen Krankenkassen zum einen Kosten ein und Patienten werden zum anderen besser behandelt\u201c, <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>erkl\u00e4rt Privatinvestor <strong>Stephan Huber<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung zwischen Deutschland bzw. Europa und den USA gehe derweil im Bereich Finanzierung weiter auseinander, beobachtet <strong>Christian Leikert<\/strong>, Partner bei Creathor Ventures und zust\u00e4ndig f\u00fcr Healthcare-Investments: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eEs ist hierzulande nicht nur deutlich weniger Risikokapital zur Finanzierung junger Unternehmen im Gesundheitsbereich vorhanden, deutsche Firmen treten auch eher selten als K\u00e4ufer f\u00fcr lokale Startups auf.\u201c <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Junge europ\u00e4ische Unternehmen m\u00fcssen sich typischerweise bereits ab der Series-B-Finanzierungsrunde im Ausland, insbesondere in den USA und Asien, nach Wachstumskapital umschauen. In den USA gibt es wesentlich gr\u00f6\u00dfere Fonds und \u2013 auch nicht zu untersch\u00e4tzen \u2013 einen zus\u00e4tzlichen Exit-Kanal, die NASDAQ.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Luft\nnach oben <\/h2>\n\n\n\n<p>Durch optimale Verkn\u00fcpfung von Medizin und IT k\u00f6nnen Patienten k\u00fcnftig\nauch von besseren Diagnosen und personalisierten Behandlungen bzw. Therapien\nprofitieren. Zwei Themen stehen hier im Rampenlicht: Big Data und K\u00fcnstliche\nIntelligenz \u2013 also einerseits die Erfassung und Visualisierung, andererseits\ndie Nutzung von Daten. Startups sind dran an Konzepten und Gesch\u00e4ftsmodellen\nf\u00fcr eine personalisierte Medizin, die diese Schl\u00fcsseltechnologien einsetzen \u2013\nauch wenn wir aktuell noch nicht allzu viele Beispiele sehen, die sich in\ndiesem Bereich wirklich schon am Markt etabliert haben. Die Anforderungen bei\nder Erstattung von Leistungen steigen. Auch auf regulatorischer Seite\nerschweren Herausforderungen den Weg gerade von jungen Unternehmen in den\nMarkt. Die Erwartungshaltung von Investoren wie Kunden, ein Mehr an Gesundheit\nzu schaffen bei geringeren Kosten hei\u00dft f\u00fcr Gr\u00fcnder: sie m\u00fcssen m\u00f6glichst\nschnell publizierte Evidenz zu Wirksamkeit und Kosteneffektivit\u00e4t schaffen, um\nf\u00fcr \u00c4rzte, Patienten und Krankenkassen erster Ansprechpartner zu sein und zu\nbleiben.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es bewegt sich etwas in Deutschlands Gesundheitssystem. Kostendruck, neue Technologien und Gesch\u00e4ftsmodelle bringen bestehende Strukturen ins Wanken. Smartphones werden zu Medical Devices, mit denen Nutzer sich intensiver mit ihrer Genesung befassen k\u00f6nnen: Patienten k\u00f6nnen sich aktiver in ihre Therapie einbringen. 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