{"id":28878,"date":"2017-10-12T09:00:50","date_gmt":"2017-10-12T07:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/?p=28878"},"modified":"2020-10-07T14:05:14","modified_gmt":"2020-10-07T12:05:14","slug":"qolware","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/en\/28878\/qolware\/","title":{"rendered":"Qolware: Mit Smartwatches zu mehr Flexibilit\u00e4t in der Notfallunterst\u00fctzung"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\"><p><strong>Jeder redet von Digitalisierung &#8211; doch wenn ein \u00e4lterer Mensch zuhause schnell (medizinische) Hilfe braucht, soll er auf den Hausnotruf zur\u00fcckgreifen. Eine veraltete Technologie, die teilweise auch noch als stigmatisierend empfunden wird &#8211; findet zumindest das junge M\u00fcnchner Startup Qolware. Mit seiner App LOLA will es dazu beitragen, dass Gesundheitsmonitoring und Notfallunterst\u00fctzung intelligent werden &#8211; und so im Zeitalter der Digitalisierung ankommen.<\/strong><\/p>\n<p>Doch beginnen wir von vorne mit der Frage, wer eigentlich hinter <a href=\"https:\/\/www.qolware.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Qolware<\/a> steht? Ein Team, das Multidisziplinarit\u00e4t gro\u00dfschreibt, wie uns Co-Founderin Therese T\u00f6nnies versichert. Die promovierte Psychologin lernte ihre Mitgr\u00fcnderin Christina Soaz &#8212; ihres Zeichens Elektroingenieurin &#8212; bereits vor sechs Jahren kennen.\u00a0 Beide sammelten im Rahmen ihrer Doktorarbeiten und ersten beruflichen Schritte Ideen und Eindr\u00fccke im Bereich Healthcare. 2016 starteten sie dann mit ihrem Vorhaben, Consumer-Ger\u00e4te wie Smartphones und Smartwatches auch zum Nutzen von chronischen Patienten und Senioren auszulegen. Heraus kam: LOLA. Ein sensor-basiertes System, das Gesundheitsmonitoring und Notfallunterst\u00fctzung intelligent machen soll. Aber gibt es sowas nicht schon l\u00e4ngst? Therese T\u00f6nnies meint dazu:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Eigentlich nicht wirklich: Derzeitige L\u00f6sungen bestehen aus veralteter Technologie &#8212; Stichwort Hausnotruf &#8211;, welche einerseits als sehr stigmatisierend empfunden wird, andererseits an den tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnissen der Nutzer vorbeil\u00e4uft. Zum Beispiel sollten diese Systeme eigentlich einen sicheren und aktiven Lebensstil f\u00f6rdern, sind jedoch in ihrer Reichweite auf zirka 10 bis 20 Meter beschr\u00e4nkt. Damit ist weder Gartenarbeit, der Spaziergang im Wald oder der Gang zum n\u00e4chsten B\u00e4cker unterst\u00fctzt.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<h3>&#8222;Wir reden teilweise von digitalen Uhren statt Smartwatches&#8220;<\/h3>\n<p>Mehr Flexibilit\u00e4t muss also her! Qolware setzt deswegen auf Smartwatches, die man auch &#8222;digitale Uhren&#8220; nennen k\u00f6nnte. Denn, so verr\u00e4t uns Gr\u00fcnderin T\u00f6nnies, bereits die Art der Kommunikation kann den Schrecken \u00e4lterer Menschen vor neuer Technologie nehmen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wir selber reden teilweise einfach von digitalen Uhren statt Smartwatches \u2013 und schon ist es ein bekanntes Ger\u00e4t das man durchaus mal ausprobieren kann.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Generell geht sie mit der Kritik, ob der Einsatz von digitalen Endger\u00e4ten \u00fcberhaupt realistisch sei, gelassen um.\u00a0 \u00c4ltere Menschen w\u00fcrden sich schlie\u00dflich auch den Umgang mit Kommunikations-Apps aneignen, um in Kontakt mit der j\u00fcngeren Generation zu bleiben und um an deren Leben teilzunehmen.\u00a0 Aus ihrer Sicht ist es alles eine Frage der Motivation und des tats\u00e4chlichen Wertes eines Services.<\/p>\n<p>Welchen Wert hat LOLA also f\u00fcr den Nutzer? Mit Hilfe der Smartwatch werden physiologische Signale wie K\u00f6rperbewegung und Herzfrequenz oder auch Abweichungen von t\u00e4glichen Routinen erfasst und einer Analyse unterzogen.\u00a0 Meint der Algorithmus, einen Notfall zu erkennen &#8212; beispielsweise bei einem Sturz &#8211;, wird ein Alarm ausgel\u00f6st, der manuell auch wieder abgebrochen werden kann.\u00a0 Genauso manuell kann ein SOS-Call auch vom Nutzer systemunabh\u00e4ngig ausgel\u00f6st werden. Das System funktioniert &#8212; im Gegensatz zu einem Hausnotruf &#8212; ortsunabh\u00e4ngig und kann durch GPS-Tracking im Ernstfall sogar den Rettungskr\u00e4ften bei der Ortung des Tr\u00e4gers helfen. Zum anderen k\u00f6nnen die so erfassten Daten herangezogen werden, um Gesundheitsrisiken fr\u00fchzeitig zu erkennen.\u00a0 Ein weiterer Wert f\u00fcr den Nutzer: LOLA kann als Reminder und Tracking-Tool f\u00fcr die regelm\u00e4\u00dfige Einnahme der Medikation herangezogen werden. Diese Daten k\u00f6nnen nicht nur f\u00fcr den Patienten selbst, sondern auch f\u00fcr sein famili\u00e4res Umfeld oder seine medizinische Versorgung von Interesse sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20170613-4L0A0824.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-28922 size-large\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20170613-4L0A0824-880x302.jpg\" alt=\"Qolware\" width=\"585\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20170613-4L0A0824-880x302.jpg 880w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20170613-4L0A0824-600x206.jpg 600w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20170613-4L0A0824-768x264.jpg 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20170613-4L0A0824-1200x412.jpg 1200w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20170613-4L0A0824-440x151.jpg 440w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/20170613-4L0A0824.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 585px) 100vw, 585px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit seinem Ansatz betritt das M\u00fcnchner Startup durchaus Neuland, das es auch immer wieder vor Herausforderungen stellt. Denn f\u00fcr die Erkennung von Bewegungs- und Gesundheitsmustern von Menschen, die bewegungsbeschr\u00e4nkt und gesundheitlich nicht einwandfrei fit sind, sind objektive Mess-Tools n\u00f6tig, die weit \u00fcber die \u00fcblichen Standards wie Schrittz\u00e4hler oder Kalorienberechnung hinausgehen. Sensorik ist gefragt. T\u00f6nnies sieht ihr Startup hier gut aufgestellt:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Genau hier helfen sowohl der sehr starke Forschungshintergrund unseres Entwicklungs-Teams als auch unsere Partnerschaften mit Kliniken und Forschungsinstituten.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<h3>&#8222;Wir sind bereit, die erste Version unserer App auf den Markt zu bringen&#8220;<\/h3>\n<p>Und wie l\u00e4uft das Gesch\u00e4ft?<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wir haben in den letzten 18 Monaten ungef\u00e4hr 220.000 Euro an \u00f6ffentlichen F\u00f6rderungen bekommen, unter anderem von BMWi Exist, EIT Health und ESA. Das hat uns erm\u00f6glicht die vielen kleinen und gro\u00dfen technischen Herausforderungen zu meistern, Partner bei den Wohlfahrtsverb\u00e4nden und im klinischen Bereich zu gewinnen, unsere Strategie zu festigen und nicht zuletzt ein solides Team aufzubauen, so dass wir jetzt bereit sind, die erste Version unserer App auf den Markt zu bringen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Denn das Qolware-Team besteht nicht mehr nur aus den beiden Gr\u00fcnderinnen, sondern ist um f\u00fcnf weitere Mitarbeiter aus den Bereichen Entwicklung, Marketing und Legal &amp; Finances gewachsen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/M13-1734_000172.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-28923 size-large\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/M13-1734_000172-880x331.jpg\" alt=\"Qolware\" width=\"585\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/M13-1734_000172-880x331.jpg 880w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/M13-1734_000172-600x225.jpg 600w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/M13-1734_000172-768x289.jpg 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/M13-1734_000172-1200x450.jpg 1200w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/M13-1734_000172-440x166.jpg 440w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/M13-1734_000172-800x300.jpg 800w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/M13-1734_000172.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 585px) 100vw, 585px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und auch wenn die wenigsten im Team aus M\u00fcnchen kommen, f\u00fchlt sich das junge Startup in der bayerischen Landeshauptstadt wohl, denn:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;M\u00fcnchen ist ganz klar nicht Berlin, aber vielleicht ist die bayrische Startup-Szene gerade deshalb auch seri\u00f6ser oder fundierter \u2013 sehr viele Startups sind Ausgr\u00fcndungen aus der Forschung, welche, so wie wir, mit solider Basis neue Ans\u00e4tze in die Bereiche Healthcare, Mobilit\u00e4t und Energie bringen.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Als seri\u00f6s und fundiert k\u00f6nnte man auch das Ziel von Qolware einstufen, n\u00e4mlich ein solides und wertbringendes Wachstum. Und laut T\u00f6nnies&#8216; Einsch\u00e4tzung scheinen die Chancen f\u00fcr genau dieses Ziel gerade ganz gut zu stehen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Der Gesundheits- und Pflegebereich ist tr\u00e4ge, jedoch gerade jetzt, wo die alten Strategien den demographischen Trend ganz offensichtlich nicht langfristig adressieren k\u00f6nnen, wird h\u00e4nderingend nach neuen L\u00f6sungen und Businessmodels gesucht.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder redet von Digitalisierung &#8211; doch wenn ein \u00e4lterer Mensch zuhause schnell (medizinische) Hilfe braucht, soll er auf den Hausnotruf zur\u00fcckgreifen. Eine veraltete Technologie, die teilweise auch noch als stigmatisierend empfunden wird &#8211; findet zumindest das junge M\u00fcnchner Startup Qolware. 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