{"id":2447,"date":"2015-06-17T09:54:26","date_gmt":"2015-06-17T07:54:26","guid":{"rendered":"http:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/?p=2447"},"modified":"2021-03-30T14:52:27","modified_gmt":"2021-03-30T12:52:27","slug":"crowdfunding-tagebuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/en\/2447\/crowdfunding-tagebuch\/","title":{"rendered":"Richtig \u201eDanke\u201c sagen &#8211; neues aus dem Crowdfunding Tagebuch"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\"><p>Vor ein paar Wochen startete der MUCrowd-Blog ein kleines Experiment &#8211; hautnah, live und am lebenden Objekt! In einer Mini-Serie begleitet die <a href=\"https:\/\/www.ihk-muenchen.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">IHK M\u00fcnchen<\/a> das <a href=\"http:\/\/swop-team.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">SWOP-Team<\/a> bei ihrem Crowdfunding-Abenteuer. SWOP-Team, das sind: Matthias, Christoph, Tom, Matthias und Thomas. Sie haben eine \u201eCharity-Flohmarkt-App\u201c entwickelt, die gebrauchte Gegenst\u00e4nde in Geldspenden f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Organisationen umwandelt. Nun m\u00f6chten sie die Crowd als Unterst\u00fctzer gewinnen und so ihre App bekannter, funktionsreicher und userfreundlicher machen. Der MUCrowd-Blog ist auf Schritt und Tritt dabei: Von der Kampagnenplanung, \u00fcber den Dreh des Pitch-Videos bis zum Aufbau der Community und den Kampagnen-Launch auf der Plattform. Wir schauen den sechs Social Entrepreneurs \u00fcber die Schulter und lernen, worauf es bei einer Crowdfunding-Kampagne ankommt bzw. dass auch bei bester Planung, das Leben voller \u00dcberraschungen steckt &#8211; erst recht bei Crowdfunding. Ob die Kampagne am Ende erfolgreich ist, wissen wir nicht. Auch das bleibt eine \u00dcberraschung!<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Aus dem SWOP-Crowdfunding Tagebuch: <strong>Eine Lampe f\u00fcr 10.000 Euro \u2013 Ein echtes Schn\u00e4ppchen, oder?<\/strong><\/p>\n<p>Noch vor den ersten Planungsschritten <a href=\"https:\/\/www.startnext.com\/swopteam\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">unserer Kampagne<\/a> standen wir vor einer gewaltigen Herausforderung: Die Dankesch\u00f6ns, die wir unseren Unterst\u00fctzern als Gegenleistung bieten k\u00f6nnen und \u00fcber die unser eigentliches Produkt, die App, finanziert wird. Denn die APP selbst ist kostenlos.<\/p>\n<p>Normalerweise l\u00e4uft es ja so: Das Startup hat ein Produkt, das durch die Crowdfunding-Kampagne noch bekannter werden oder \u00fcberhaupt erst produziert werden soll. Diese Produkte sind dann direkt mit der Kampagne verkn\u00fcpft. Die Unterst\u00fctzer kaufen das Produkt und helfen so dem Startup. Die Beispiele sind vielf\u00e4ltig: Musiker, die ihre Alben finanzieren wollen \u2013 das Album ist dann Teil des Dankesch\u00f6ns. Oder Honig aus der Nachbarschaft, wie bei <a href=\"https:\/\/www.startnext.com\/nearbees\">\u201enearbees\u201c,<\/a> wo der Honig als Dankesch\u00f6n eingesetzt wird. Allerdings haben nicht alle Startups ein Produkt oder eine Dienstleistung, die sie im Gegenzug f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung bieten k\u00f6nnen. Zwar kann man auch die Crowd ohne Gegenwert um Geld bitten, wie es z.B. die Kampagne von <a href=\"http:\/\/www.theoceancleanup.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">OceanCleanUp<\/a> tut. Aber das ist sehr schwer.<\/p>\n<p>Wie ihr in einem der vorherigen Blogbeitr\u00e4ge lesen konntet, haben wir unsere alte Schreibtischlampe als Gesicht und Tr\u00e4ger der Kampagne gew\u00e4hlt und somit auch als Tr\u00e4ger und Sinngeber f\u00fcr die Dankesch\u00f6ns. Wir bastelten ein \u201eDankesch\u00f6n-Konzept\u201c rund um unserer kleine schwarze Schreibtischlampe. Dieses Konzept hat auch Kritik ausgel\u00f6st. Wir haben in der ersten Woche unserer Kampagne sehr viel Aufmerksamkeit von Bloggern bekommen, darunter sehr viel positives Feedback. Es gab aber auch Kritikpunkte: Ein Blogger bezeichnete unsere Dankesch\u00f6ns als beliebig. Ein Eindruck, der auf den ersten Blick entstehen kann. Allerdings haben wir \u2013 eben weil uns entsprechende Produkte als Dankesch\u00f6ns fehlen \u2013 eine konkrete Geschichte konzipiert. Die Geschichte lebt dabei von dem Hauptprotagonist unserer Kampagne, der kleinen, s\u00fc\u00dfen Lampe.<\/p>\n<p>Von ihr sind die meisten Dankesch\u00f6ns abgeleitet:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Lampe selber als Nachbau &#8211; eine ganz sch\u00f6ne Herausforderung. Aber wir haben noch einen Hersteller gefunden, der diese Retro-Lampe im Sortiment hat.<\/li>\n<li>Die Lampe braucht ein Gl\u00fchbirne &#8211; eine von den alten, mit sch\u00f6nem Wendeldraht und trotzdem der Energieeffizienzklasse A.<\/li>\n<li>die Lampe braucht ein Steckdose \u2013 am besten gleich eine stylische Steckdosenleiste, z.B. von dem Designer Startup &#8222;Peppermint Products&#8220;<\/li>\n<li>die Lampe braucht Strom \u2013 am besten \u00d6kostrom, z.B. vom Startup &#8222;Polarstern&#8220;, die uns Gutscheine f\u00fcr Neukunden zur Verf\u00fcgung gestellt haben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Jetzt hat man alles zusammen, damit die Lampe leuchtet.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es auch Fan-Artikel, wie z.B. eine Autogrammkarte unser Lampe f\u00fcr f\u00fcnf Euro. Mehr Scherz als realer Gegenwert, aber sieht super aus. Die T-Shirts und der Kapuzenpulli mit unserem Slogan sind da schon sehr viel mehr wert. Sie sind n\u00e4mlich keine billigen, in Fernost gen\u00e4hten Produkte, sondern hochwertige Textilien extra f\u00fcr SWOP-Team vom jungen deutschen Streetware-Label <a href=\"http:\/\/www.baptistb.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">BAPTIST B<\/a>. angefertigt. Designt in Deutschland, produziert in Europa. Ein Freund von uns betreibt dieses Label.<\/p>\n<p>Und zum Schluss der Knaller: Es gibt die Originallampe zu kaufen! Unser Star aus dem Video, Hollywood hautnah direkt am Arbeitsplatz, und das nur f\u00fcr 10 000 Euro! Ein Schn\u00e4ppchen, oder? Naja, nicht ganz ernst gemeint, aber auf jeden Fall ungew\u00f6hnlich. Ungew\u00f6hnlich ist immer wichtig. Das schafft die lebenswichtige Aufmerksamkeit f\u00fcr unsere Kampagne.<\/p>\n<p><strong>(Autor:\u00a0Christoph Kastenbauer)<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Das sagt die IHK Crowdfunding-Beraterin:<\/b><\/p>\n<p>\u201eSag danke, wenn du etwas bekommen hast\u201c \u2013 Diesen Satz kennt wohl jeder nur zu gut aus fr\u00fchen Kindheitstagen. Auch beim Crowdfunding sollte man das Dankesagen nicht vergessen. Der Art und Weise, wie man sich bei der Crowd f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung revanchiert, sind im Grunde keine Grenzen gesetzt. Dankesch\u00f6ns reichen von der pers\u00f6nlichen Videobotschaft oder der handsignierten Gru\u00dfkarte \u00fcber limitierte Goodies und Produkte bis hin zu exklusiven Premiereneinladungen oder Workshops mit den Projektstartern. So wie jedes Projekt individuell ist, sollten auch die Dankesch\u00f6ns einer Crowdfunding-Kampagne auf ihre Art einzigartig sein. Das ist sicher leichter gesagt als getan. Folgende Tipps helfen:<\/p>\n<ul>\n<li><b>Dankesch\u00f6ns passend zur Crowd<\/b>: H\u00e4ufig haben Kampagnen nicht nur eine einzige Zielgruppe, sondern mehrere, die aus verschiedenen Motiven das Projekt unterst\u00fctzen. Beim reward-based Crowdfunding \u2013 also wie beim SWOP-Team \u2013 sind es vor allem altruistische und hedonistische Motive, die die Crowd zum Geldgeben bewegen. Manche m\u00f6chten einfach nur eine gute Idee unterst\u00fctzen. Andere wiederum ein innovatives Produkt als erstes besitzen. Entsprechend sollte es auch unterschiedliche Dankesch\u00f6ns geben, die die verschiedenen Zielgruppen ansprechen.<\/li>\n<li><b>Emotionale Verbindung zur Kampagne<\/b>: Die Dankesch\u00f6ns sind die \u201egreifbare\u201c Komponente der Crowdfunding-Kampagne. Es muss aber nicht immer die ganz gro\u00dfe Merchandising-Maschinerie sein, die ins Laufen kommt. Auch exklusive Erlebnisse mit Bezug zu dem Projekt k\u00f6nnen eine gute Art sein Danke zu sagen. Sie schaffen ein einmaliges Erlebnis und die unmittelbare Verbindung zwischen Projekt und Unterst\u00fctzer.<\/li>\n<li><b>Nicht zuviel des Guten<\/b>: Dankesch\u00f6ns sollen etwas Besonderes sein. Nicht nur aus Kosten- und Ressourcengr\u00fcnden sollten sie daher limitiert sein. Eine begrenzte Anzahl erh\u00f6ht den Druck auf die Unterst\u00fctzer schnell zuzuschlagen, bevor die einzigartigen Goodies vergeben sind. Die Zahl der unterschiedlichen Dankesch\u00f6ns sollte man \u00fcbersichtlich halten, um den Unterst\u00fctzern die Auswahl nicht unn\u00f6tig schwer zu machen.<\/li>\n<li><b>Kosten im Auge behalten<\/b>: Auch Dankesch\u00f6ns fallen nicht vom Himmel. Alle entstehenden Kosten sollten daher in die Kostenkalkulation der Kampagne einbezogen werden, um einen realistischen Preis ermitteln zu k\u00f6nnen (z.B. Kosten f\u00fcr Produktion und Versand, Mehrwertsteuer, ggf. anfallende Z\u00f6lle). Die meisten Unterst\u00fctzer geben eine Summe zwischen 10 und 80 Euro, darum sollten besonders in dieser Preisklasse attraktive Dankesch\u00f6ns geboten werden.<\/li>\n<li><b>Partner an Bord holen<\/b>: Bei der Suche nach Dankesch\u00f6ns sollte man die Augen offen halten, ob sich Partner f\u00fcr die Kampagne finden lassen, die bereit sind, ihre Produkte f\u00fcr die Kampagne verg\u00fcnstigt zu Verf\u00fcgung zu stellen. Das k\u00f6nnen z.B. Unternehmen sein, zu deren Philosophie das Crowdfunding-Projekt gut passt und die eure Kampagne materiell mit Goodies unterst\u00fctzen. Die Frage ist, was kann man den Partnern im Gegenzug bieten?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles in allem sollten sich die Dankesch\u00f6ns stimmig in das Gesamtbild der Kampagne einf\u00fcgen und nicht beliebig wirken. Schlie\u00dflich soll das \u201eDanke\u201c ja von Herzen kommen.<\/p>\n<p><strong>(Autor:\u00a0Linette Heimrich)<\/strong><\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor ein paar Wochen startete der MUCrowd-Blog ein kleines Experiment &#8211; hautnah, live und am lebenden Objekt! In einer Mini-Serie begleitet die IHK M\u00fcnchen das SWOP-Team bei ihrem Crowdfunding-Abenteuer. SWOP-Team, das sind: Matthias, Christoph, Tom, Matthias und Thomas. 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