{"id":22283,"date":"2017-04-26T08:04:09","date_gmt":"2017-04-26T06:04:09","guid":{"rendered":"http:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/?post_type=success_story&#038;p=22283"},"modified":"2021-04-01T00:24:12","modified_gmt":"2021-03-31T22:24:12","slug":"wirecard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/en\/22283\/wirecard\/","title":{"rendered":"Wirecard &#8211; Fintech der ersten Stunde"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\"><p><strong>Wirecard ist heute nicht mehr nur der Fintech-Szene ein Begriff. Wir wollten wissen, wie aus einem Startup mit Anlaufschwierigkeiten aus dem Jahr 1999 im Zeitverlauf eine Erfolgsgeschichte wurde &#8212; und wie das M\u00fcnchner Unternehmen heute selbst Fintech-Startups unterst\u00fctzt. <\/strong><\/p>\n<p>Wie hat Wirecard es geschafft, zu einem weltweit agierenden Konzern mit Milliarden-Umsatz zu werden? Reicht es allein, an eine gute Gesch\u00e4ftsidee zu glauben? Durchzuhalten, auch wenn es mal nicht rund l\u00e4uft?<\/p>\n<p>Zu Beginn des M\u00fcnchner Unternehmens, das heute zu einem der erfolgreichsten Fintechs am Markt geh\u00f6rt, gab es nur eine Handvoll Leute, die an die Idee eines solchen Startups glaubte. Begn\u00fcgen wir uns damit: Wirecard wurde 1999 gegr\u00fcndet, als das Internet wirklich noch f\u00fcr viele Neuland war und sich insbesondere Online-Dienstleistungen erst langsam zu entwickeln begannen.<\/p>\n<h3>Die Durststrecke. Oder: Dem Markt mit der Idee voraus<\/h3>\n<p>Damals kam die Idee auf, man sollte vielleicht auch im Internet eine M\u00f6glichkeit haben, um dort bezahlen zu k\u00f6nnen. Idealerweise einfach und sicher. Das war 1999 weit gedacht. Denn ein wirklicher Bedarf war noch nicht gegeben, Anwendungsf\u00e4lle waren rar ges\u00e4t. Die Technik war entwickelt, doch der Markt reagierte langsam und brauchte die L\u00f6sung wesentlich sp\u00e4ter als vermutet.<\/p>\n<p>Und das kennen Startups nur zu gut. Schlie\u00dflich passiert es oft genug, dass der Gr\u00fcnder eine gl\u00e4nzende Idee hat und fest von ihr \u00fcberzeugt ist. Aber dann dauert es einen Tick l\u00e4nger, bis diese Idee wirklich auch angenommen wird. Genau das war Wirecard passiert. Drei z\u00e4he Jahre lang passierte nicht wirklich viel.<\/p>\n<h3>Stolpersteine auf dem Weg<\/h3>\n<blockquote><p><em>\u201eDer gr\u00f6\u00dfte Stolperstein kann sein, dass man eine L\u00f6sung hat, f\u00fcr die der Markt noch nicht reif ist, wo noch keine Nachfrage besteht<\/em>. <em>Wer da nicht Investoren hat, die weiterhin an die Firma glauben, hat es schwierig\u201c,<\/em><\/p><\/blockquote>\n<figure id=\"attachment_22784\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_22784\" class=\"wp-caption alignright\" ><a href=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard-AG_Thorsten-Holten.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-22784 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard-AG_Thorsten-Holten-220x220.jpg\" alt=\"Wirecard Holten\" width=\"220\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard-AG_Thorsten-Holten-220x220.jpg 220w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard-AG_Thorsten-Holten-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_22784\" class=\"wp-caption-text\">Unser Interviewpartner Thorsten Holten verantwortet den Bereich Treasury bei Wirecard.<\/figcaption><\/figure>\n<p>sagt unser Gespr\u00e4chspartner <strong>Thorsten Holten<\/strong>, verantwortlich f\u00fcr den Bereich Treasury bei Wirecard und heute Executive Vice President Sales Financial Institution and FinTech Europe.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck hatte Wirecard damals neben einem fundierten Businessplan auch eine fundierte Finanzierung \u2013 Dank \u00fcberzeugter Investoren, die weiter an Firma und Mitarbeiter sowie die Gesch\u00e4ftsidee und den sich noch entwickelnden Bedarf glaubten.<\/p>\n<h3>Wenn der Knoten platzt<\/h3>\n<p>Zurecht, wie sich zeigen sollte. Denn auf einmal ging es Schlag auf Schlag. Ungef\u00e4hr 2002 stieg der Bedarf im Internet f\u00fcr die Online-Bezahlmethoden rasant. Die Firma begann, Profit abzuwerfen. Zu dem Zeitpunkt kam der weiterhin amtierende CEO Markus Braun ins Unternehmen. Insgesamt gab es damals rund 100 Mitarbeiter in dem heute \u00fcber 4.000 Mitarbeiter z\u00e4hlenden Unternehmen. 2016 lag der Umsatz von Wirecard bei 1.028,4 Mio. Euro, was ein Wachstum von 33% verglichen mit dem Vorjahr bedeutet.<\/p>\n<p><strong>Was war kurz nach der Jahrtausendwende passiert?<\/strong> Reiseveranstalter wie Fluglinien begannen ihre Tickets direkt anzubieten, die der Kunde auch online bezahlen musste. Diese namhaften Firmen schufen <strong>Vertrauen beim Verbraucher<\/strong>, der bis dato nur Bezahlen per Vorkasse, auf Nachnahme oder Rechnung kannte.<\/p>\n<p>Thorsten Holten dazu<em>: <\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDanach ging es relativ rasant, weil immer mehr Warenanbieter L\u00f6sungen nachfragten. Der Knoten war geplatzt. Wir waren mit die ersten am Markt und so kamen immer mehr Anbieter, die unsere L\u00f6sung wollten. Dadurch sind wir sehr schnell gewachsen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Schnelles Wachstum kann einem Startup jedoch auch das Genick brechen. Welche Faktoren waren f\u00fcr Wirecard auf dem weiteren Weg zum Erfolg wichtig?<\/p>\n<h3>Erfolgsfaktor 1: Unabh\u00e4ngigkeit<\/h3>\n<p>Anfangs kooperierte Wirecard \u00fcber Lizenzmodelle mit bestehenden Banken, die sich selbst nicht in dieses Feld wagten. Laut Holten <em>\u201estellte man sich dann wirtschaftlich die Frage nach der Wertsch\u00f6pfungskette\u201c. <\/em>Und so kaufte das M\u00fcnchner Unternehmen 2006 eine eigene Bank hinzu. Insbesondere durch diesen Schritt erlangte das Unternehmen eine gro\u00dfe Unabh\u00e4ngigkeit und konnte sich vom Startup zum Komplettanbieter f\u00fcr Zahlungsabwicklung inklusive eigenem Risikomanagement mausern. Au\u00dferdem ist Wirecard damit <strong>das einzige IT-Technologie-Unternehmen mit einer eigenen Bank im Konzern<\/strong>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_22782\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_22782\" class=\"wp-caption aligncenter\" ><a href=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_AG_Hauptsitz_Aschheim1_72dpi_02.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-22782 size-medium\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_AG_Hauptsitz_Aschheim1_72dpi_02-440x296.jpg\" alt=\"Wirecard Headquarter\" width=\"440\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_AG_Hauptsitz_Aschheim1_72dpi_02-440x296.jpg 440w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_AG_Hauptsitz_Aschheim1_72dpi_02-600x403.jpg 600w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_AG_Hauptsitz_Aschheim1_72dpi_02-768x516.jpg 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_AG_Hauptsitz_Aschheim1_72dpi_02-880x591.jpg 880w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_AG_Hauptsitz_Aschheim1_72dpi_02.jpg 1012w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_22782\" class=\"wp-caption-text\">Der Hauptsitz des Konzerns in Aschheim bei M\u00fcnchen. (\u00a9 Wirecard)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Und sicher war auch der reversed IPO 2005 und die <strong>Aufnahme in den TecDAX<\/strong> ein wichtiger Schritt f\u00fcr das Unternehmen. Mittlerweile liegt der Anteil der Aktien in Streubesitz bei \u00fcber 93%. Zwar wurde Wirecard bereits mehrfach durch massive Kursmanipulationen gebeutelt, jedoch erholte sich das M\u00fcnchner Unternehmen immer wieder.<\/p>\n<h3>Erfolgsfaktor 2: Internationalisierung vom M\u00fcnchner Hub aus<\/h3>\n<p>Nat\u00fcrlich spielte f\u00fcr den Erfolg auch der Standort von Wirecard eine ausschlaggebende Rolle.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Wir haben eine starke europ\u00e4ische Pr\u00e4senz. Als deutsches Unternehmen, gegr\u00fcndet in M\u00fcnchen, machten wir uns von hier aus auf den Weg zur Internationalisierung&#8220;,<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>sagt Thorsten Holten. Insbesondere durch Akquisitionen hat das M\u00fcnchner Unternehmen begonnen, seinen &#8222;global Footprint&#8220; zu hinterlassen.<\/p>\n<p>Diese globale Ausrichtung f\u00fchrte mit \u00fcber zehn Akquisitionen zu einer Etablierung weltweit. K\u00fcrzlich verst\u00e4rkte das M\u00fcnchner Unternehmen durch die \u00dcbernahme des Citigroup Acquiring-Kundenportfolios seine Pr\u00e4senz in mehreren L\u00e4ndern im asiatisch-pazifischen Raum. Weitere Akquisition &#8212; u.a. in den USA, Indien und Brasilien &#8212; erm\u00f6glichten den dortigen Markteintritt. Nach und nach wurde so aus dem lokal agierenden M\u00fcnchner Unternehmen ein Global Player.<\/p>\n<figure id=\"attachment_22790\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_22790\" class=\"wp-caption aligncenter\" ><a href=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-22790 size-medium\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_2-440x293.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_2-440x293.jpg 440w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_2-600x400.jpg 600w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_2-768x512.jpg 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_2-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_2-880x587.jpg 880w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_2.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_22790\" class=\"wp-caption-text\">Die B\u00fcror\u00e4ume der Wirecard-Tochter moip in Brasilien. (\u00a9 Wirecard)<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Erfolgsfaktor 3: Auf den richtigen Markt setzen \u2013 und in die Zukunft denken<\/h3>\n<p>Au\u00dferdem hatte Wirecard auf einen <strong>stark wachsenden Markt<\/strong> gesetzt. Die Wette geht weiterhin auf, denn der Bereich E-Commerce w\u00e4chst immer noch <a href=\"https:\/\/www.haufe.de\/marketing-vertrieb\/e-commerce\/e-commerce-traumhafte-wachstumsraten-in-den-naechsten-jahren_128_399182.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">durchschnittlich um 12 %<\/a> im Jahr. Aber sich auf das Marktwachstum zu verlassen w\u00e4re zu einseitig.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eWir sind heute nur da, wo wir sind, weil wir gr\u00f6\u00dfer gedacht haben. Wenn ich mir nur irgendwelche &#8222;me too&#8220;-Produkte ausdenke oder irgendeine Idee kopiere, wird es langfristig schwierig.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Aus diesem Grund \u00fcberlegt laut Holten bei Wirecard jeder Mitarbeiter, was der Markt von morgen braucht. Allen voran der CEO, der gro\u00dfe Visionen hat und diese lebt. Hinzu kommen ein gro\u00dfer Gestaltungsfreiraum, kurze Entscheidungswege und der Mut \u2013 und damit die M\u00f6glichkeit \u2013 Ideen auszuprobieren, die nicht sofort profitabel sind.<\/p>\n<h3>Erfolgsfaktor 4: Die richtigen Mitarbeiter \u2013 Macher, die Visionen umsetzen<\/h3>\n<figure id=\"attachment_22781\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_22781\" class=\"wp-caption alignright\" ><a href=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-22781 size-medium\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_1-293x440.jpg\" alt=\"Wirecard Tochter moip\" width=\"293\" height=\"440\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_1-293x440.jpg 293w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_1-400x600.jpg 400w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_1-768x1153.jpg 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_1-799x1200.jpg 799w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_1-586x880.jpg 586w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Wirecard_mood_Brasilien_1.jpg 999w\" sizes=\"(max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_22781\" class=\"wp-caption-text\">Bei der brasilianischen Tochtergesellschaft von Wirecard mit Sitz in Sao Paulo versp\u00fcrt man\u00a0 Startup-Flair. (\u00a9 Wirecard)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aber wie schafft es das M\u00fcnchner Startup, dass 4.000 Mitarbeiter die gleiche Vision haben?\u00a0 Indem jeder Mitarbeiter den Innovations-Grundgedanken an neue Kollegen weitergibt.<\/p>\n<p>Anders ausgedr\u00fcckt, und es klingt ein wenig nach Klischee, was Holten sagt:<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eWir brauchen Leute, die Lust haben, etwas zu ver\u00e4ndern. Wir brauchen Macher, die Visionen haben und diese dann umsetzen. Und dabei muss es sich anf\u00fchlen wie eine gro\u00dfe Familie.\u201c <\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Zwar konnten wir den f\u00fcr Startups fast obligatorischen Kicker nicht sichten, aber Kaffee-Ecken und gem\u00fctliche Lounge-Bereiche zum offenen Austausch innerhalb der Firma gibt es einige. Und das f\u00fchrt direkt zum n\u00e4chsten Erfolgsfaktor.<\/p>\n<h3>Erfolgsfaktor 5: Flache Hierarchien. (Gute) Entscheidungen treffen.<\/h3>\n<p>Der Startup-Geist lebt weiter im M\u00fcnchner Unternehmen. Das hei\u00dft, es gibt flache Hierarchien, in Meetings darf jeder Mitarbeiter Ideen einbringen, Etabliertes wird oft hinterfragt.<\/p>\n<p>Gerade weil es einen offenen Austausch gibt und viele Ideen entstehen kann nicht mehr jede Entscheidung durch den CEO getroffen werden. Bei Wirecard wurde rechtzeitig, bevor das Unternehmen drastischen Mitarbeiterzuwachs erhielt, eine weitere F\u00fchrungseben etabliert.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eDie F\u00fchrungsebene unter dem Vorstand ist bei uns fest eingebunden, wir sind langj\u00e4hrig im Unternehmen, wir sind mit der Firma gewachsen\u201c,<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>erg\u00e4nzt Holten.<\/p>\n<p>Entwicklungsm\u00f6glichkeiten, die die Mitarbeiter langj\u00e4hrig binden, bei gleichbleibend flachen Hierarchien &#8211; das ist offenbar ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor.<\/p>\n<h3>Ein Zwischenfazit<\/h3>\n<p>Neben der innovativen Idee inklusive passendem Gesch\u00e4ftsmodell braucht es den Bedarf am Markt, das Vertrauen der Kunden und \u00fcberzeugte Investoren. Die Basis jedoch bilden die Mitarbeiter, die die Idee leben und fortw\u00e4hrend Innovationen mitgestalten, unterst\u00fctzt durch offene Strukturen.<\/p>\n<p>Bei Wirecard kam \u2013 und kommt \u2013 scheint&#8217;s alles zusammen. Aber wie geht es weiter?<\/p>\n<h3>Bezahlsysteme der Zukunft, Herausforderung von heute<\/h3>\n<p>Aktuell hei\u00dft es beim M\u00fcnchner Payment-Dienstleister: Es gibt viele Ideen dazu, wie Bezahlen morgen oder \u00fcbermorgen gehandhabt wird. Schlie\u00dflich ist es nicht zeitgem\u00e4\u00df, dass in Deutschland immer noch 70% der Waren am Point of Sale mit Bargeld gezahlt werden.<\/p>\n<p>Holten f\u00fchrt weiter aus<em>: <\/em><\/p>\n<blockquote>\n<figure id=\"attachment_22785\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_22785\" class=\"wp-caption alignright\" ><a href=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Smart-Band-2_72dpi_01.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-22785 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Smart-Band-2_72dpi_01-220x220.jpg\" alt=\"Wirecard\" width=\"220\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Smart-Band-2_72dpi_01-220x220.jpg 220w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Smart-Band-2_72dpi_01-300x300.jpg 300w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Smart-Band-2_72dpi_01-600x600.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_22785\" class=\"wp-caption-text\">Mit diesem Wearable hat man die Geldb\u00f6rse quasi am Handgelenk. So erm\u00f6glicht Wirecard kontakt- und bargeldlose Zahlungen. (\u00a9 Wirecard)<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>\u201eWir sind \u00fcberzeugt davon, dass in wenigen Jahren keine Kassen mehr ben\u00f6tigt werden. Weil: Warum muss der Kunde noch in der Kassenschlange stehen, wo er doch mit seinem Smartphone von \u00fcberall bezahlen kann. Auch die Vernetzung der einzelnen Wallets in Echtzeit \u00fcber Grenzen hinweg<\/em> <em>wird kommen.\u201c<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Eigentlich steht Wirecard, zumindest in Deutschland, hier vor einem \u00e4hnlichen Problem wie damals kurz nach der Gr\u00fcndung. Denn der station\u00e4re deutsche Handel ist noch nicht so weit, wie es die Technik erm\u00f6glichen w\u00fcrde. Der Markt hierzulande scheint noch nicht reif zu sein. Anders als damals ist Wirecard nun jedoch global aufgestellt &#8211; und kann seine digitalen Payment-L\u00f6sungen bereits in andere M\u00e4rkte implementieren.<\/p>\n<h3>Zusammenarbeit mit Startups<\/h3>\n<p>Die Entwicklung neuer Ideen entstehe beim M\u00fcnchner Unternehmen weitestgehend aus sich selbst heraus, sagt Holten. Jedoch arbeitet Wirecard intensiv mit Startups zusammen.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201cWir sehen uns als Partner von Fintech-Startups. Wir unterst\u00fctzen nicht mit Equity, sondern wir helfen mit technischem Know-how, was die Bezahll\u00f6sung angeht, und mit unserer Banklizenz.\u201d <\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>So k\u00f6nnen sich die Jungunternehmen auf die Vermarktung ihrer innovativen Ideen und die Etablierung ihres Gesch\u00e4ftsmodells fokussieren. Wieso hilft das ehemalige Startup heute anderen Fintech-Startups?<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Weil wir verstehen, wie Startups funktionieren. Schlie\u00dflich waren wir selber mal eines. Die Jungunternehmen sollen sich nicht mit B\u00fcrokratie, Regularien und Auflagen auseinandersetzen m\u00fcssen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wirecard profitiert durch die Kooperation, wenn m\u00f6glichst viele Transaktionen stattfinden. Daher ist es im Interesse aller, dass das Startup den Markt schnell und intensiv durchdringt. Eine Win-win-Situation also.<\/p>\n<h3>Quo vadis Fintech?<\/h3>\n<p>In welche Richtung die Fintech-Szene gehen wird, wollen wir zum Abschluss wissen.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201cEs wird sich \u00fcber die kommenden Jahre zeigen, welche Idee nachhaltig bleibt und profitabel ist. Schlie\u00dflich muss ich mit der Idee am Ende des Tages Geld verdienen k\u00f6nnen. Und das ist das Schwierige dabei: Die tolle Idee allein n\u00fctzt nichts, wenn ich nachher nicht auch ein profitables Gesch\u00e4ftsmodell daraus mache\u201d,\u00a0 <\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>lautet Holtens Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_22783\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_22783\" class=\"wp-caption aligncenter\" ><a href=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/boon_android_bezahlen_72dpi.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-22783 size-medium\" src=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/boon_android_bezahlen_72dpi-440x248.jpg\" alt=\"Wirecard boon\" width=\"440\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/boon_android_bezahlen_72dpi-440x248.jpg 440w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/boon_android_bezahlen_72dpi-600x338.jpg 600w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/boon_android_bezahlen_72dpi-768x432.jpg 768w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/boon_android_bezahlen_72dpi-1200x675.jpg 1200w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/boon_android_bezahlen_72dpi-880x495.jpg 880w, https:\/\/cms.stage.munich-startup.gmbh\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/boon_android_bezahlen_72dpi.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/a><figcaption id=\"figcaption_attachment_22783\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Contactless&#8220; bezahlen ist in anderen L\u00e4ndern bereits fest etabliert. (\u00a9 Wirecard)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Letzteres hat Wirecard auf seinem Weg vom Startup zum etablierten Player der heutigen Fintech-Szene sicher geschafft. Wir sind gespannt, welche weiteren Startups mit Finanzierungsl\u00f6sungen sich &#8211; eventuell sogar durch den Sparringspartner Wirecard &#8211; weiter am Markt etablieren werden. Gleichsam gespannt sind wir darauf, wann wir an einer deutschen Supermarktkasse nicht mehr mit gro\u00dfen Augen angestarrt werden, nur weil wir mit unserem Handy zahlen wollen.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirecard ist heute nicht mehr nur der Fintech-Szene ein Begriff. Wir wollten wissen, wie aus einem Startup mit Anlaufschwierigkeiten aus dem Jahr 1999 im Zeitverlauf eine Erfolgsgeschichte wurde &#8212; und wie das M\u00fcnchner Unternehmen heute selbst Fintech-Startups unterst\u00fctzt. 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