Noch bis zum 31. Mai 2026 können sich frauengeführte Deeptech-Startups aus Europa für ein neunmonatiges Accelerator- und Mentoringprogramm bewerben. Hinter der Initiative Scale’her stehen zehn Partnerorganisationen aus neun Ländern, die Gründerinnen beim Zugang zu Kapital, internationalen Netzwerken und Skalierungsstrategien unterstützen.
Das Programm ist besonders relevant für Startups in wachstumsintensiven Technologiefeldern wie KI, Climatetech, Biotech oder Advanced Engineering. Anders als klassische Frühphasen-Acceleratoren richtet sich Scale’her gezielt an Unternehmen in der Scaleup-Phase mit validierter Technologie und ersten Marktaktivitäten.
Scale’her setzt auf europaweite Skalierung statt Frühphasenförderung
Das von Horizon Europe geförderte Projekt adressiert ein strukturelles Problem im europäischen Startup-Ökosystem: Frauen sind insbesondere im Deeptech-Sektor bei Wachstumsfinanzierungen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Scale’her will diese Lücke schließen und fokussiert sich auf Startups mit technologischer Substanz und konkretem Skalierungspotenzial.
Das Programm kombiniert sechs Monate strukturierte Accelerator-Phase mit anschließenden drei Monaten Mentoring. Inhaltlich geht es unter anderem um Fundraising, Marktvalidierung, Leadership, internationale Expansion und Investor Readiness. Ergänzt wird das Angebot durch Workshops, Pitch-Trainings, Networking-Formate und direkten Zugang zu InvestorInnen und BranchenexpertInnen.
Diese Startups können sich für das Scale’her-Programm bewerben
Bewerben können sich frauengeführte Deeptech-Startups aus EU-Mitgliedstaaten oder Horizon-Europe-assoziierten Ländern. Voraussetzung ist unter anderem:
- mindestens eine Gründerin oder Co-Founderin in einer Führungsrolle (CEO, CTO, CSO oder vergleichbar)
- mindestens 25 Prozent Unternehmensanteile in weiblicher Hand
- technologischer Fokus im Deeptech- oder digitalen Bereich
- fortgeschrittene Entwicklungsphase (TRL 6–9)
- erste Marktvalidierung oder laufende Wachstumsaktivitäten
Gründerinnen aus den Branchen Künstliche Intelligenz und Machine Learning, Climatetech und Nachhaltigkeit, Biotech und Femtech, Mobilität und Transport, Agritech und Foodtech, aber auch aus dem Bereich Advanced Materials und Spacetech können sich bewerben.
Warum das Thema für Europas Startup-Ökosystem relevant ist
Der europäische Deeptech-Sektor gilt zwar als innovationsstark, viele Startups scheitern jedoch beim Übergang von Forschung und Produktentwicklung in die internationale Skalierung. Besonders frauengeführte Unternehmen erhalten laut verschiedenen europäischen Studien weiterhin deutlich weniger Venture-Capital-Finanzierungen als männlich geführte Teams.
Programme wie Scale’her setzen deshalb stärker auf langfristige Wachstumsförderung statt auf reine Frühphasenunterstützung. Durch die Kombination aus Finanzierungsvorbereitung, Netzwerkzugang und europäischer Vernetzung soll die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Deeptech-Startups verbessert werden.
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