v.l.n.r.: Leonard Wessendorff (Project Q), Yannick Brand (HAT.tec), Philipp Bartkowski (Project Q) and Fabian Schmitt (HAT.tec)
© Project Q

Hat.tec kooperiert mit Project Q

Hat.tec arbeitet künftig mit dem DefenceTech-Unternehmen Project Q zusammen. Beide Unternehmen wollen ihre Softwareplattformen verbinden, um Daten aus unterschiedlichen militärischen Systemen schneller zusammenzuführen und Einsätze besser zu koordinieren.

Die Münchner Startups Hat.tec und Project Q haben eine strategische Partnerschaft angekündigt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Softwarelösungen beider Unternehmen miteinander zu verbinden. Grundlage ist ein Memorandum of Understanding, also eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung weiterer Technologien.

Für Hat.tec ist die Kooperation ein weiterer Schritt beim Ausbau interoperabler Softwarelösungen für militärische und sicherheitsrelevante Anwendungen. Im Mittelpunkt steht die Integration der Plattformen Scale von Hat.tec und Hydris von Project Q. Beide Systeme sollen Informationen aus verschiedenen Sensoren und technischen Systemen zusammenführen. Dadurch wollen die Unternehmen Entscheidungsprozesse in militärischen und sicherheitsrelevanten Einsätzen vereinfachen und beschleunigen.

Die Unternehmen nennen dabei insbesondere sogenannte Multi-Domain-Operationen. Gemeint sind Einsätze, bei denen Informationen und Systeme aus unterschiedlichen Bereichen wie Land, Luft und See gemeinsam genutzt werden. Nach Angaben der Unternehmen erschweren bislang oft voneinander getrennte Systeme die Zusammenarbeit. Daten müssten manuell übertragen oder in verschiedenen Anwendungen ausgewertet werden. Das könne Entscheidungen verzögern.

Gemeinsames Lagebild aus unterschiedlichen Datenquellen

Die Software Hydris von Project Q dient als Integrations- und Orchestrierungsplattform. Sie verbindet unterschiedliche Systeme und Datenquellen miteinander. Die Plattform basiert auf Open-Source-Technologie und soll sich an bestehende technische Infrastrukturen anpassen lassen.

Das Missionsmanagementsystem Scale von Hat.tec verarbeitet diese Informationen anschließend für operative Einsätze. Das System unterstützt laut Unternehmen sogenannte Human-Autonomy-Teaming-Szenarien. Dabei arbeiten Menschen und automatisierte Systeme zusammen, etwa bei der Auswertung von Sensordaten oder der Koordination komplexer Missionen.

Durch die Verbindung beider Plattformen sollen Daten künftig durchgängig von der Erfassung bis zur operativen Nutzung verarbeitet werden können. Die Unternehmen nennen dabei ausdrücklich maritime Einsatzumgebungen, also Einsätze auf See.

Fabian Schmitt, Co-CEO und Mitgründer von Hat.tec, sagt:

„Mit unserer Software SCALE verbessern wir Entscheidungsprozesse in komplexen Missionen. Der Ansatz von Project Q ergänzt unser Ökosystem.“

Leonard Wessendorff, Mitgründer und CEO von Project Q, erklärt:

„Gemeinsam mit Hat.tec bringen wir Integration und Missionsdurchführung enger zusammen – ein Faktor für flexible Multi-Domain-Fähigkeiten.“

Nach Angaben der Unternehmen baut die neue Partnerschaft auf bestehenden gemeinsamen Projekten auf. Diese hätten bereits gezeigt, dass beide Systeme technisch und operativ zusammenarbeiten können. Künftig wollen Hat.tec und Project Q auch weitere integrierte Lösungen für staatliche und verteidigungsbezogene Anwendungen entwickeln.

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Saskia Müller

Nach zwei erfolgreichen eigenen Gründungen und einer langjährigen Tätigkeit in der Presse- und Medienlandschaft verstärkt Saskia nun die Redaktion von Munich Startup.

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